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Lexikon

Leerverkäufe

 

Leerverkäufe auch short sale genannt, sind am Finanzmarkt Verkäufe von Werten, die zum Zeitpunkt des Abschluss der Vereinbarung nicht im Besitz des Verkäufers sind. Hier wird darauf spekuliert, dass der Preis sinkt. Die Differenz zwischen den Verkaufspreis und des zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich bezahlten Kaufpreis ist der Gewinn, abzüglich der Leihgebühren etc.

 

Beispiel:

Die Aktie Y wird um € 20,41/Stück gehandelt. Sie entscheiden sich, 1.000 Stück dieser Anteile im Wert von € 20.410.-  zu leihen und diese zu Verkaufen – ein Leerverkauf.

Einige Zeit danach verursachen enttäuschende Quartalsbilanzen, dass der Kurs der Aktie Y auf  € 19,38 / Stück fällt. Sie können nun die 1.000 Stück um € 19.380 kaufen und dem Verleiher die 1.000 Aktien zurückgeben. Die Differenz von dem Verkaufspreis der geliehenen Aktien ( € 20.410 ) und dem Kaufpreis ( € 19.380 ) von € 1.030.- abzüglich Leihgebühr etc. ist ihr Gewinn.

Achtung: Leerverkäufe bringen nur bei fallenden Kursen Gewinne. Steigen die Kurse stecken Sie in einem Short Squeeze und müssen große Mengen der Aktien nachkaufen. Dafür benötigen Sie jedoch ausreichend Kapital.

 

Von Stefan Wozabal

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